Wohnraum ist zum Wohnen da – Linke fordert Leerstandsabgabe für Vermieter in Schweinfurt
Wohnraum ist zum Wohnen da – Linke fordert Leerstandsabgabe für Vermieter in Schweinfurt
04. März 2026
Wohnraum bleibt knapp – Leerstand muss Folgen habenSchweinfurt — Angesichts hoher Mieten und gleichzeitig ungenutzter Wohnungen fordert der Kreisverband der Linken ein entschiedenes Vorgehen gegen Leerstand. Die Partei verweist auf die Pestel-Studie und verlangt neben mehr Neubau vor allem eine Leerstandsabgabe für Vermieter, die Wohnraum dem Markt entziehen.Die Linke kritisiert, dass auf dem Wohnungsmarkt zunehmend Menschen von Verdrängung und Diskriminierung betroffen seien, während Eigentümer Wohnungen aus Spekulationsgründen leer stehen ließen. In einer Mitteilung heißt es sinngemäß «Wohnraum ist zum Wohnen da» – eine Aufforderung an Stadt und Politik, rechtliche Instrumente zu nutzen, um der Entwicklung entgegenzuwirken.Konkrete Forderungen und politische WirkungEinführung einer gestaffelten Leerstandsabgabe, die Eigentümer finanziell belastet, wenn Einheiten über längere Zeit unvermietet bleibenFörderprogramme und verbindliche Quoten für bezahlbaren Neubau sowie die Umwidmung ungeeigneter FlächenBessere Registrierung und Transparenz über leerstehende Wohnungen, verbunden mit konsequenter Kontrolle durch die KommuneDie Linke sieht in der Kombination aus steuerlichen Anreizen, Sanktionen und aktivem kommunalem Handeln den Weg, kurzfristig Entlastung zu schaffen und langfristig den Wohnungsmarkt sozialverträglicher zu gestalten. Die Partei ruft die Stadtverwaltung dazu auf, die Pestel-Ergebnisse ernst zu nehmen und Maßnahmenplanung sowie Gespräche mit Vermieterverbänden zu beginnen.Ob und wie die Forderung nach einer Leerstandsabgabe politisch durchsetzbar ist, hängt nun von Diskussionen im Stadtrat und dem Druck aus der Bevölkerung ab. Für Betroffene bleibt die Lage hingegen akut: Viele Haushalte in Schweinfurt suchen weiterhin bezahlbaren Wohnraum, während Leerstände die sozialen Spannungen verschärfen.
Der Bericht stützt eine Nachricht von: mainpost.de
